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Die
Zerstörung und Wiederaufbau der Stiftskirche In
der Nacht vom 7. zum 8. Februar 1945 wurde die Stiftskirche durch
Bombentreffer sehr
stark beschädigt. Die westliche Giebelwand wurde so stark
beschädigt, dass sie nachträglich abgerissen werden musste, erhalten
blieb im wesentlichen
der eichene Schwerterdachstuhl, und die Glocke von 1496
konnte auch noch geborgen werden. 1946
schrieb Pastor Schulte an den Architekten Ludwig Tirre aus Tecklenburg.
Diese Kontaktaufnahme führte dazu, dass der Architekt
mit der Planung beauftragt wurde. Die
Kosten für den Kirchenbau wurden auf rund 72000 Reichsmark geschätzt.
Das Material bestand im wesentlichen aus Bruchsteinen vom Abbruch,
aus Holz und Sachspenden der umliegenden Bauern. Die
eingeschaltete Regierungsstelle riet vom Wiederaufbau ab, stattdessen
sollte man die alte
Kirche vollkommen abreißen und die Kirche mit der neuen
Stiftsschule vereinen. 1948
schrieb der damalige Superintendent und spätere Oberkirchenrat
Wilhelm Brandes an
Pfarrer Schulte: Es wäre eine Torheit, jetzt einen anderen
Platz zu suchen, außerdem wissen wir noch nicht, wie sich in der
Zukunft das Verhalten
zwischen Staat und Kirche entwickelt. Es könnte die Zeit
kommen, wo es nicht gut wäre, die beiden Gebäude miteinander zu
vereinen. Nach
zähen Verhandlungen ließen sich alle Bedenkenträger von der Richtigkeit
eines Wiederaufbaus überzeugen. |
Spendensammlungen
in der Gemeinde und im Kirchenkreis
erbrachten rund 60000 Reichsmark. Davon
konnten mangels Material und Maurer nur 17527
RM vor der Währungsreform ausgegeben werden.
Ab Herbst 1948 ruhten die Bauarbeiten wegen
Geldmangel, weil Die Restmittel auf 5 % vom
Ursprungswert in DM abgewertet wurden. Um
die Kirche wetterfest zu machen fehlten rund 30000
DM. Die Gesamtkosten wurden 1949 mit 130000
DM veranschlagt. Staatliche Hilfen waren noch
nicht in Sicht. Fast
das gesamte benötigte Eichenholz wurde von den
Bauern Leedens und der Nachbargemeinden gespendet.
Im Juli 1951 waren
das Holz des Hauptdaches und der
Dachreiter gerichtet, alle Außenwände fertiggestellt,
und am Ostgiebel die Schäden beseitigt.
Im Juli 53 war das
Deckengewölbe fertig ,1954 war die
Stiftskirche bezugsbereit Quelle:
Westfälische Nachrichten,
Verfasser: Manfred
Rosenthal |
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