Leeden feiert Kürbis- und Ärappelfest

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Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, ein goldener Oktobertag – die Voraussetzungen für das Kürbis- und Ärappelfest des Heimatvereins Leeden waren perfekt. Hunderte Besucher fanden am Sonntag, 4. Oktober 2026, den Weg zur Remise, zum Stiftshaus und zu Lammers Werkstatt im Schatten der Stiftskirche, wo die traditionelle Veranstaltung rund um Äpfel, Kürbisse und Kartoffeln mit einem bunten Programm den Höhepunkt der Erntezeit markierte.

„Bereits vor vier Wochen haben wir Äpfel für den naturtrüben heimischen Apfelsaft vom Hermannsweg und Dorfplatz gesammelt“, beschreibt Iris Schnepper vom Vorstandsteam des Heimatvereins die umfangreichen Vorbereitungen. Regionale Speisekartoffeln wie Heiderot, Belana, Gunda oder Laura waren erhältlich. Schnepper ergänzt: „Vom Hof Bolte aus Kloster Oesede haben wir Kürbisse besorgt“.
Und diese Namensgeber der Veranstaltung mundeten den Festbesuchern, die besonders für die knusprig duftenden Reibekuchen längere Wartezeiten in Kauf nahmen. „Wir bemühen uns immer um eine Optimierung der Abläufe“, erklärte der Heimatverein. So gab es an der langen „Essensmeile“ in der Remise eine Warteschleife links für die Kartoffelpuffer, während für Rechtsabbieger in der Fastlane der direkte Zugang zu Kürbissuppe, Bratwurst, Spiegeleiern und Bratkartoffeln möglich war. Toppings wie eingelegte Gurken, Senf, Ketchup und Kürbis-Chutney gab es dazu. Den Gästen schmeckten die Kaltgetränke vom Getränkewagen. „Neben Bargeld war erstmals auch die bequeme Kartenzahlung möglich“, beschreiben die Verantwortlichen eine Neuerung.
Am Verkaufsstand des Heimatvereins gab es selbstgemachte Kürbismarmelade in verschiedenen Sorten wie Kürbis-Orange-Kokos oder Kürbis-Ananas. Kürbis-Bowle, Schnitzkürbisse, süße Kürbis-Dinkelkipferl oder Dinkel-Kürbis-Brot aus dem Steinbackofen zeigten, wie vielfältig sich der Namensgeber der Veranstaltung verarbeiten lässt.
Das Fest am Erntedanksonntag eröffnete Pfarrer Björn Thiel mit einer ökumenischen Andacht, die der Leedener Posaunenchor begleitet hatte. Der sorgte ebenso wie die Band „Old Company“ aus Westerkappeln auch anschließend für die musikalische Unterhaltung. Stündliche Führungen im Stiftsmuseum begannen am Haupteingang des Stiftshauses neben der Kirche. Am Spinnrad in der oberen Etage gab es Demonstrationen.
Im Stiftshof mundete der Kuchen in der Kaffeestube und besonders die jüngeren Gäste erfreuten sich an einigen Spielständen draußen, auf der Hüpfburg oder beim Kinderschminken. Popcorn und Süßigkeiten gab es an der Candy-Bar der Kindergärten. Das Töpfern in Lammers Werkstatt fand ebenso Anklang wie das Kürbisschnitzen, bei dem so manches Exemplar die Vorfreude auf Halloween weckte.
Auch ein Blick auf das aktuellste Projekt des Heimatvereins Leeden war möglich. Hinter dem Bauzaun unter einem Pavillon lugte er bereits unter einer Plane hervor: Der mittelalterliche Töpferofen zog die Blicke auf sich. Er ist bereits aufgebaut und provisorisch untergebracht.
Und mit viel Fleiß und ehrenamtlichen Einsatz wuselten jugendliche wie erwachsene Mitglieder des Heimatvereins Leeden auf dem Festgelände, das rustikal und liebevoll nicht nur mit etlichen orange in der Herbstsonne leuchtenden Kürbissen dekoriert war. Vereinsmitglieder sorgten für die Zubereitung und Ausgabe der Speisen und Getränke, sie sammelten gebrauchtes Geschirr ein und in der Küche im Stiftshaus übernahmen fleißige Hände den Abwasch. Überall flitzten in schicker Vereinskleidung die Aktiven herum, sammelten Leergut ein oder brachten Utensilien herum, womit sie den vielen Gästen nicht nur einen besonders tollen Herbsttag bereiteten sondern auch eindrucksvoll das lebendige Leben im Heimatverein dokumentierten.

Quelle; WN / Björn Igelbrink