Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hatte am 10. und 11. Oktober 2026 nach Olpe eingeladen und ein vierköpfige Delegation der Interessengemeinschaft Leeden (IGL) hat teilgenommen: Beim zweitägigen Workshop „Dorfwerkstatt“ ging es darum, die Stärken und Schwächen zu analysieren, Chancen herauszuarbeiten sowie Projekte und Maßnahmen zu formulieren.
„Wir waren zusammen mit zwei weiteren Delegationen aus den Ortschaften Hasenbach, in der Nähe von Köln, und Dahl-Friedrichsthal, einem Ortsteil von Olpe“, berichtet Gerhard Wellemeyer vom IGL-Vorstandsteam. Die Teilnehmer stellten nach IGL-Auskunft „ihre Heimatorte und die von ihnen vertretenen Vereine vor“.
Drei Moderatorinnen des Zentrums für ländliche Entwicklung (ZeLE) arbeiteten mit den Delegationen „an der Zukunft ihres jeweiligen Ortes“. Die ZeLE-Moderatorinnen haben die Abordnungen angeleitet, selbstständig verbindliche und zielgerichtete Projektpläne zu erstellen. Ferner lernten sie verschiedene Moderationstechniken für die spätere Gruppensteuerung in ihrem Ort kennen.
Bei der Herausarbeitung eines Leitsatzes brauchten die Vertreter des Stiftsorts nicht lange überlegen. Marie-Theres Himstedt, Nadine Steinigeweg, Heinz Saatkamp und Gerhard Wellemeyer waren sich einig: „Wir ziehen alle an einem Strang – für unser lebendiges Stiftsdorf Leeden.“ Als Kurzform stand fest: „Wir für Leeden!“
Die Vertreter aus dem ältesten Tecklenburger Ortsteil waren angesichts von gut 2.300 Stiftsdorfeinwohnern dieses Mal die Größten, zählt Dahl-Friedrichsthal doch etwa 1.400 Einwohner und Hasenbach gut 300 Einwohner. Mit ihren vielfältigen IGL-Aktivitäten hielten sie so manchen Tipp für die Vertreter der anderen beiden Orte bereit.
„Diese zeigten sich erstaunt über die hohe IGL-Mitgliederanzahl, die aktuell 414 beträgt“, berichtet Gerhard Wellemeyer. Auch die umfangreichen Tätigkeiten im Bereich der Senioren- und Jugendarbeit sowie die vielfältigen Pflegeeinsätze auf dem Dorfplatz und in anderen Bereichen ließen aufhorchen.
Besondere Aufmerksamkeit erzielte der Leedener Weihnachtsmarkt unter dem Motto „Mit Herz statt Kommerz“. Besucher aus Dahl-Friedichsthal haben ihr Kommen am ersten Adventswochenende in Aussicht gestellt. Auch die Begrüßungsbroschüre der IG Leeden „findet voraussichtlich auch Nachahmung in den beiden anderen Orten“, so die Stiftsortdelegation.
Die Leedener waren sich am Ende des Workshops einig, „dass dies eine gut investierte Zeit war, um losgelöst von anderen Aufgaben und Terminen ausführlich über die weitere Entwicklung Leedens zu beraten“. Das teilnehmende IGL-Quartett werde ihre Workshop-Ergebnisse „in der nächsten Sitzung des IGL-Vorstands präsentieren und auch die anderen Vereine bei dem Anfang November stattfindenden Treffen aller Vorstände der Leedener Vereine informieren“.
Nach einem Tipp der Kollegen aus Dahl-Friedrichsthal könnte dieses Treffen künftig unter dem Titel „TöV“ laufen als Kurzform für „Treffen der örtlichen Vereine“. Marie-Theres Himstedt und Nadine Steinigeweg haben dazu gleich ein passendes Logo erarbeitet: Das Leedener Einhorn mit 18 Blumen, „wobei jeweils eine Blume für jeden Verein in Leeden steht“.
Quelle: WN / Björn Igelbrink / Gerhard Wellemeyer
