Bienenfachmann referierte beim Altherrenclub

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Was machen Bienen im Winter? Wieviele Eier legt eine Bienenkönigin? Wie kann der Imker die Völker begleiten? Antworten auf diese Fragen und viele weitere Informationen über diese Insekten erhielt der Altherrenclub im voll besetzten Stiftshof. Der Bienenfachmann Robert Laufer (siehe Foto) referierte über das Thema „Das Bienenvolk im Jahresverlauf“.

„Bienen sind faszinierende Tiere,“ begann der Hobby-Imker seinen Vortrag. Robert Laufer kennt sich aus, ist er doch Züchter, Sachverständiger und Lehrbeauftragter des Landesverbandes westfälischer und lippischer Imker mit Sitz in Hamm.
„Die Bienen ernähren sich von Nektar und Pollen und produzieren Honig“, benannte Laufer einige auch Laien bekannte Aspekte. Er ergänzte: „Die Honigbiene ist ein staatenbildendes Insekt.” Ein Bienenvolk sei daher „ein extrem arbeitsteiliger Organismus“. Jede Biene habe ihre Aufgabe und es gebe eine Königin, Drohnen und Arbeiterbienen.

„Das Leben der Bienen unterliegt sehr starken Schwankungen,“ leitete Robert Laufer seine Ausführungen zum Jahreszyklus eines Volkes ein. Im Januar und Februar seien die Bienen in Winterruhe „und bilden dichte Trauben, wodurch sie die Temperatur auf 20 Grad im Inneren der Traube halten“.

Im Frühjahr werde laut dem Fachmann das Bienenvolk aktiv: „Die Königin beginnt, Eier zu legen und die Anzahl der Bienen wächst schnell von etwa 3.000 bis 5.000 im Winter auf bis zu 40.000 im Sommer.“ Die Arbeiterinnen kümmerten „sich intensiv um die Brutpflege und sammeln Nektar, um Honig zu produzieren“. Die Königin lege laut Rober Laufer weiterhin Eier und das Volk wächst weiter. Drohnen werden zur Fortpflanzung benötigt, „aber gegen Ende des Sommers werden sie aus dem Volk gedrängt, um die Nahrungsreserven zu schonen“, erfuhren die Altherren.

Ab August bereiten sich die Bienen auf den Winter vor. Die Wachsproduktion wird eingestellt und die letzten Pollen werden gesammelt. „Die Königin reduziert ihre Eiablage, und die langlebigen Winterbienen schlüpfen“, beschrieb der Imker die Veränderungen im Bienenvolk. Die Tiere lagern Honig für den Winter ein „und dichten den Stock mit Propolis, Bienenkittharz, ab, um ihn vor Kälte und Eindringlingen zu schützen“, so Laufer.

Der Imker habe die Aufgabe das Volk durch die Jahreszeit zu begleiten. Robert Laufer erklärte: „Mit richtiger Pflege produziert ein Bienenvolk im Jahr 20 bis 40 Kilogramm Honig, wobei das Wetter aber eine wichtige Rolle spielt.“ Die Altherren dankten dem Referenten für seine Ausführungen „zu einem höchst interessanten und spannenden Thema“ Weitere Informationen über die Imkerei gibt es auf der Internetseite vom Kreisimkerverein Tecklenburg unter www.kiv-tecklenburg.de.

Das nächste Treffen des Altherren-Clubs findet am Freitag, 5. Juni 2026 um 15 Uhr im Stiftshof statt. Franz-Josef Spreckelmeyer vom Repair- Café Hagen a.T.W. hält dann einen Vortrag mit dem Titel „Zum Wegwerfen viel zu schade“.

Quelle: WN / Björn Igelbrink