Eine Bronzeplastik der ehemaligen Kirche St. Hedwig konnten am Sonntag die Besucher des Gottesdienstes im Seniorenzentrum Haus Hedwig bestaunen. Das handgefertigte und in einem Fachbetrieb gegossene Modell der Kirche soll künftig vor der Hauskapelle die Erinnerung an das Gotteshaus an der Elbinger Straße wachhalten, das vor dem Bau des Seniorenzentrums bis 2023 dort stand.
„Die Namensgeberin der ehemalige Kirche und des heutigen Seniorenzentrums, die heilige Hedwig von Schlesien, hatte vor zwei Tagen ihr Patronatsfest“, sagte Pfarrer Peter Kossen von der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen. Die Liebe sei ihre maßgebende Leitlinie gewesen, habe die Gräfin doch stets Nächstenliebe ganz praktisch gelebt, zog der Geistliche eine Parallele zur heutigen Fürsorge und Pflege, die an gleicher Stelle des Gotteshauses nun ältere Menschen in Anspruch nehmen dürften.
Standortleitung Martina Schulte von der Sander Pflege, die den Großteil der Kosten für den Bronzeguss finanziert hatte, freute sich, dass das Modell an die Vorgeschichte des heutigen Hauses Hedwig erinnere. „Mit einem QR-Code oder Hinweisschild wird die Kirchenplastik künftig vor der Hauskapelle auf einem Stein zu sehen sein“, ergänzte Pfarrer Peter Kossen.
Im Beisein der Seniorenbeauftragten der Interessengemeinschaft Leeden, Karin Stryjewski, präsentierten Schulte und Kossen das Modell den Gottesdienstbesuchern. Pfarrer Peter Kossen segnete es mit Weihwasser und symbolisch dadurch auch „alle Menschen, die heute im Haus Hedwig ein- und ausgehen“.
Ein abschließender Umtrunk lud die Anwesenden ein, das in Kevelaer entstandene Bronzemodell aus der Nähe in Augenschein zu nehmen.
Quelle: WN / Bförn Igelbrink
