Ein XXL-Tischkicker, Basketballkörbe, Musik, Feuerschalen, WIkingerschach und ein Bürgermeister, der zum „Burgermeister“ wird – das alles gab es neben vielen Ideen, Anregungen und Wünschen am Freitag, 26. September 2025, an der Remise, als die Interessengemeinschaft Leeden (IGL) eingeladen hatte. 50 Kinder und Jugendliche, die eine weiterführende Schule besuchen, kamen zum Austausch im Rahmen eines Jugendgrillens zusammen. Vier Stunden spielten und speisten sie und trugen viele Anregungen für die weitere Jugendarbeit im Stiftsdorf zusammen: Besonders ein Kunstrasenplatz und eine Mountainbike-Strecke hätte viele Fans und würden zur Bewegung und Sport an der frischen Luft animieren.
Alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen elf und 20 Jahren erhielten eine postalische Einladung. „Die Idee wurde vom Beirat für Jugendarbeit der Interessengemeinschaft Leeden gemeinsam mit einem Team engagierter Eltern ins Leben gerufen“, erklärte Mitorganisatorin Nadine Steinigeweg. Diese haben bei dem Grillen nur organisatorisch unterstützt. Steinigeweg freute sich mit ihren Mitstreiterinnen Marie-Theres Himstedt und Inga Käsekamp, dass „ein externes Moderatoren-Team gewonnen werden konnte“, das an dem Abend mit den Jugendlichen in den Austausch ging: René Auffahrt und Anna-Lena Strotjohann.
Das Moderationsduo begrüßte die anwesenden Jugendlichen und stellte den Ablauf der Zusammenkunft vor. Da blieb viel Zeit für zwangloses Spielen und Spaß, leckere Speisen und Getränke, aber es gab auch jede Menge Ideen und Anregungen, die die jungen Leute in drei vorbereitete Kisten geben konnten, was dann später geclustert an Stellwänden zu sehen war. „Wir freuen uns über viele Wünsche und Ideen“, stellte Nadine Steinigeweg fest. Die Heranwachsenden im Alter bis 16 Jahren äußerten aber auch ihre Motivation sich selbst einzubringen.
Bürgermeister Stefan Streit war dabei und berichtete über „den Stand bei den Räumlichkeiten im Stiftshof“. Die Statik dort sei stimmig und es könne losgehen mit der Jugendarbeit. Voraussichtlich solle es „dienstags parallel zum Feierabendmarkt Öffnungszeiten des Jugendraums im Stiftshof“ geben.
„Die Stadt bezahlt auch Einrichtungselemente wie etwa einen Kicker- oder einen Billardtisch, wenn dies gewünscht wird“, so das Stadtoberhaupt. Damit thematisierte Streit direkt den Gedanken der Partizipation. Die Wünsche und Anregungen der Jugend sollten Berücksichtigung finden. Daniele Spaziani von der Mediencooperative Steinfurt, die die Jugendarbeit der Stadt Tecklenburg gestaltet, kam ebenfalls beratend und planend zum Jugendgrillen hinzu.
Das Essen vom Frecklinghof duftete bereits lecker, als vom Grill der Startschuss gegeben wurde, dass Stefan Streit als „Burgermeister“ die jungen Leute zum Buffet bitten möge. Dort schmeckten Pommes und dazu regionale Burger, die sich jeder mit leckeren Zutaten selbst bauen konnte – Tomaten, Salat, Gurken oder Zwiebeln ganz nach Geschmack.
Die Essenspause nutzten die Erwachsenen für eine Sichtung der vielen abgegebenen Beiträge der Jugendlichen, die sie an Stellwänden aushingen. Bei den Wünschen war ein Kunstrasenplatz, ein Jugendtreff mit Snackautomat, ein umfangreicheres Ferienprogramm oder bessere Busverbindungen zu finden. Von einer Halloweenparty bis hin zum Jugendzentrum mit Soundsystem oder eine Chill-Lounge als Treffpunkt waren viele Wünsche zu finden. Großes Interesse hätten die Kids an einem Mountainbike(MTB)-Trail, wo sie mit Fahrrädern Geländefahrten machen könnten.
Im Bereich „Engagement“ gab es die Unterkategorien „Bei Partys helfen“, „Mich im Dorf einbringen“, „Bei Dorfveranstaltungen helfen“ und „MTB-Trail bauen“. Die Kinder und Jugendlichen könnten sich künstlerisch und kreativ etwa bei Schminkaktionen einbringen. Andere boten an, dass sie beim Auf- und Abbau bei Veranstaltungen wie Jugendtreffs oder Partys mit anpacken können oder generell helfen können, „wenn ich Zeit habe“. Besonders zupackend wären sie beim Bau eines MTB-Radparcours.
An der dritten Stellwand mit dem Titel „Sonstiges“ standen Graffiti, ein fester Jugendtreff oder der Wunsch nach einem Kunstrasenplatz ganz oben. Andere äußerten ihre Freude über die im Stiftsort vorhandene Pizzeria oder sie fanden es „doof, dass man die Turnhalle nicht mehr mieten kann“.
Das Jugendgrillen war als Veranstaltung übrigens Teil der Förderreihe „2000 x 1000 Euro für das Engagement“ – Engagiert in die Zukunft – junges Engagement fördern und neue Projekte gestalten von der Landesregierung NRW. Mit dieser Aktion sollen die demokratischen Strukturen und das Engagement junger Menschen im ländlichen Raum unterstützt werden.
Quelle: WN / Björn Igelbrink
