Monat Januar: Katholische Kirchengemeinde – Ortsgruppe Leeden – grillt für den guten Zweck

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Die Ortsgruppe Leeden der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen lädt herzlich ein zur Grillaktion zugunsten des stationären Hospizhauses Tecklenburger Land: Im gesamten Januar wird dienstags auf dem Feierabendmarkt in Leeden von 16 bis 19.30 Uhr gegrillt – für einen guten Zweck.

Der Erlös dieser Aktion kommt dem stationären Hospizhaus Tecklenburger Land in Ibbenbüren zugute. Ein Ort, der all jene Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet wie Alois Beulting, ehemaliger Geschäftsführer des Hospizes, bei seinem Besuch auf dem Leedener Feierabendmarkt berichtete. Rund 95 % der Gäste sind an Tumorerkrankungen erkrankt: „Wir legen Wert auf eine Atmosphäre, in der sich jeder Bewohner wohlfühlt. Unser Haus erinnert an ein Hotel“, beschreibt Alois Beulting das Hospizhaus, das direkt am Aasee Ibbenbüren liegt. Das Durchschnittsalter beträgt 70 Jahre, der jüngste Gast war gerade einmal 27 Jahre alt.

Das Hospizhaus verfügt über 10 Plätze. Getragen wird das Hospiz von Gesellschaftern, darunter die St.-Elisabeth-Hospital-Stiftung, die Stiftung der Evangelischen Kirche Ibbenbüren, Diakonie West, die Caritas Tecklenburger Land, die Bürgerstiftung, sowie der Hospizverein.

Die durchschnittliche Verweildauer beträgt etwa 30 Tage. In den vergangenen drei Jahren konnten 19 Gäste aufgrund einer Stabilisierung ihres Gesundheitszustandes sogar wieder entlassen werden – „Ein Zeichen dafür, wie wertvoll diese Arbeit ist, und auch dafür, dass ein Besuch im Hospizhaus nicht für immer sein muss“, wie Beulting erklärt.

Das stationäre Hospiz versteht sich als Herberge – ein Ort, an dem man sich vor der großen Reise noch einmal trifft. Die Gäste sind unterschiedlich, mit ganz individuellen Bedürfnissen. Und genau darauf wird eingegangen: „Was der Gast möchte, versuchen wir umzusetzen“, schildert Alois Beulting im Gespräch mit Marie-Theres Himstedt von der Interessengemeinschaft Leeden.

Ob Wünschewagen-Ausflüge wie eine letzte Fahrt an die Nordsee, tiergestützte Therapie, Aromatherapie, eine eigene Küche, ein gemütliches Wohnzimmer oder einfach eine Atmosphäre, die eher an ein Hotel als an ein Krankenhaus erinnert – hier stehen Menschlichkeit und Lebensqualität im Mittelpunkt. Der Gesetzgeber sieht vor, dass ein Teil der Kosten durch Spenden selbst getragen werden muss. Genau hier setzt die Grillaktion an. Jeder Besuch, jede Bratwurst und jede Spende hilft, diesen besonderen Ort zu erhalten.

Quelle: WN / Marie-Theres Himstedt

Foto: Unterstützt wird die Grillaktion vom Grillteam katholische Kirche, v. l. n. r. Edgar Korte, Uschi Kirchner, Gertrud Barlag, Dorothea Westphälinger. Alois Beulting (ganz rechts) vom Hospizhaus Tecklenburger Land stand Rede und Antwort auf dem Leedener Feierabendmarkt.