Achter Platz bei der DM: Die U19-Radballer des RSV Leeden haben sich in Moers achtbar geschlagen. Gegen starke Konkurrenz sammelte das Duo wichtige Erfahrungen und unterstrich erneut die Qualität der Nachwuchsarbeit.
Pascal Westphal und Ilias Kröner (blaue Trikots, v.l.) in ihrem Spiel gegen RSV Waldrems. Foto: Jörg Wahlbrink
Es ging tatsächlich einiges. Und gleichzeitig tat sich das erwartet große Nord-Süd-Gefälle eindeutig auf. Erhobenen Hauptes traten Pascal Westphal und Ilias Körner die Rückreise von der Deutschen Meisterschaft der U19-Radballer aus Moers am Sonntagnachmittag an. Zwei intensive Tage im „Sportpark Rheinkamp“ bescherte den beiden den achten und damit letzten Platz.
Und dennoch war dies ein überaus respektables Ergebnis, den „Bergeslust“ mit einem Sieg und einem Unentschieden auf der Habenseite mit nach Hause nahm. Die Leedener hinterlegten wiederholt eindrucksvoll ihre NRW-Visitenkarte.
Wie der Wind im Südwesten weht, erfuhren Pascal und Ilias unmittelbar in ihrem ersten von sieben Spielen. Gegen die späteren Dritten des RSV Waldrems, Emil Heckelmann und Philipp Stang aus Baden-Württemberg, wurden die Jungs gegen 8.30 Uhr morgens kalt erwischt. 0:5 stand am Ende auf der Anzeigentafel. Kämpferischer anschließend das Spiel gegen den ihnen bekannten RV Laubach aus Hessen. Trotz hohen Einsatzes ging die Partie mit 3:5 verloren.
Erst am Spätnachmittag ging es für die Leedener weiter: Den RSC Kieselbronn (Baden-Württemberg) hatte das Trainerteam als „machbar“ eingeschätzt. Und tatsächlich, in einem offenen Schlagabtausch endete die Partie 2:2. In der letzten Partie des ersten Tages traf das Duo auf alte Bekannte. Der SV Erzhausen mit dem Duo Jonas Klink und Ansgar Schulz, ist der derzeitigen Besitzer der Throphäe des „Einhorn-Cups“ – dem Siegerpreis des renommierten Leedener Jugendturniers. In einem nervenaufreibenden Spiel mit wechselnden Führungen setzten sich die Leedener knapp mit 4:3 durch. Platz sechs war der Zwischenstand am Ende des Tages.
Chancenlos waren Kröner/Westphal in der ersten Partie am zweiten Tage. Gegen den RC Worfelden in der Besetzung Mika Röttel und Bjarne Diehl aus Baden-Württemberg, setzte es eine heftige 1:9-Niederlage. Der spätere, punktverlustfreie Deutschen Meister hatte eindrucksvoll dargelegt, was Leistungssport in dieser Disziplin bedeutet. Ähnlich die Erfahrung gegen die späteren Zweiten, dem RV Gärtringen. 1:4 hieß es am Ende gegen das ebenfalls aus Baden-Württemberg stammende Team in der Besetzung Oskar Schimmel und Valentine Fischer. Somit gingen Pascal und Ilias in das letzte Spiel des Tages. Gegen den bis dahin Letztplatzierten RSV Öflingen kassierten die Leedener eine bittere 2:4-Niederlage. „Bergeslust“ rutschte durch das schlechtere Torverhältnis bei Punktgleichheit zu den direkten Mitkonkurrenten runter auf den achten und damit letzten Platz.
Und dennoch, Leeden konnte in Moers durchaus sein Potenzial zeigen. Der Radballverein kann sich glücklich schätzen, eine Jugendarbeit zu leisten, die regelmäßig Spieler und Spielerinnen hervorbringt, die auf Bundesniveau in ihrem Jugendbereich Höchstleistungen abrufen können. Das hohe ehrenamtliche Engagement von Trainern, Angehörigen und Vereinsmitgliedern bildet den Hintergrund, den es braucht, um diese Leistungsniveaus entwickeln zu können.
Quelle: WN / Jörg Wahlbrink
