Sanierung der Sportanlage am Habichtswald: 22 Spender sorgen für frischen Wind

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Mit solch einer riesigen Unterstützung hatte beim BSV Leeden-Ledde niemand gerechnet. Dank großzügiger Spender kann nun nicht nur der Kabinentrakt des Stadions am Habichtswald saniert werden. Simon Rosenbusch koordiniert die Arbeiten. Von der Unterstützung zeigt er sich sehr überrascht. Foto: Jörg Wahlbrink

Aufbruchstimmung am Stadion am Habichtswald in Leeden. Nicht nur sportlich tut sich Einiges rund um Asche- und Rasenplatz des BSV Leeden-Ledde. Ein frischer Wind wird alsbald durch den mittlerweile in die Jahre gekommenen Kabinentrakt wehen. Möglich machen es 22 großzügige Spender, die einen fünfstelligen Betrag für die Sanierung der Sportanlage bereitwillig zur Verfügung stellen.

Große Freude
Große Freude darüber bei Simon Rosenbusch. Der stellvertretende Jugendobmann und aktive Spieler der Ersten koordiniert die kommenden Arbeiten. In Eigenregie wollen Erste und Zweite Mannschaft zusammen mit weiteren Freiwilligen ab Juni zur Tat schreiten.

Mittlerweile existiert der Kabinentrakt seit 50 Jahren am Ascheplatz des Ballsportvereins. Somit wird es Zeit, die Anlage in die „Jetzt-Zeit“ zu heben, dachten sich die Aktiven des Vereins. Viele Gespräche innerhalb des 1100 Mitglieder zählenden Vereins sowie mit der Stadt Tecklenburg als auch den Unterstützern musste das Orgateam zeitnah führen. Und rannte gleichzeitig mit ihrem Unterfangen offene Türen ein.

Geradezu überwältigend war der positive Rücklauf der angesprochenen Spender. „Von der Unterstützung sind wir total überrascht,“ so der Jugendobmann. Man habe Spenden in allen Tecklenburger Ortsteilen akquirieren können. Aber auch aus Hagen a.T.W., Lengerich, Saerbeck und auch München kommen die großzügigen Unterstützer.

Vielfach sind die Spender auf die ein oder andere Art und Weise mit dem BSV Leeden-Ledde lebensgeschichtlich verbunden beziehungsweise standen sie zwischenzeitlich in den klassischen gelbschwarzen Farben des Vereins auf dem Platz. Und sind somit auch emotional verbunden mit den Sportanlagen auf Höhe des „Capfun“-Campingplatzes in der Bauernschaft Loose. Rosenbusch: „Dank dieser großartigen Unterstützung wurde unser ursprünglich gesetztes Ziel sogar deutlich übertroffen, sodass wir unsere Pläne nun vollständig umsetzen können.“

Sanierung startet bald
Zum Ende der noch laufenden Saison kann nun die Sanierung der Sportanlage starten. So werden demnächst zwei Fahnenmasten neben dem eigentlichen Eingang stehen. Auch der Schaukasten soll durch eine moderne Infotafel erneuert und erweitert werden. Hier wird man sich alsbald über alle wichtigen spiel- und trainingsrelevanten Dinge informieren können. Der angegammelte Schutzzaun am Rande des Parkplatzes wird komplett erneuert. Auch das in die Jahre gekommene Pflaster soll per Sandstrahl aufpoliert werden. Die aktuelle Bandwerbung wird auf- und überarbeitet. Ein Teil der Spender ist dort bereits längerfristig optisch vertreten.

Aber nicht nur die äußerliche Darstellung ist Ziel der Bestrebungen. Die eigentliche Kabinensanierung ist Kernprojekt der Aktivitäten. Regalfächer, die oberhalb der eigentlichen Sitzbänke individuell für jeden Spieler angebracht werden, sollen demnächst für mehr Platz am Boden sorgen. Auch die in die Jahre gekommenen Neonröhren werden dann der Geschichte angehören. Ein neues Lichtkonzept wird für eine angenehmere Beleuchtung sorgen. Zudem will Leeden/Ledde einen Fitness- und Regenerationsraum einrichten. Ausgestattet unter anderem mit Indoor-Rad und Hantelbank.

Bereich für die Geselligkeit
Zudem wird es auch einen Bereich für Geselligkeit geben. Ein großer Bildschirm gibt dann Gelegenheit, gemeinsam in der Kabine Fußball zu gucken. Verträge mit passenden Sportstreaminganbietern wollen die Fußballer dafür abschließen. Aber auch das letzte Spiel ließe sich dort analysieren.

Direkt nach dem Ende der Saison am kommenden Wochenende, beginnen die Arbeiten am Stadion am Habichtswald. Pünktlich zum Start der neuen Saison, so Rosenbusch, sollen diese abgeschlossen sein. Der Jugendobmann ergänzt: „Nur durch den Einsatz unserer Mitglieder und das vorhandene große ehrenamtliche Engagement ist ein Projekt dieser Größe überhaupt für uns machbar.“

Intensive Nutzung
Zwei Herrenmannschaften nutzen derzeit die Sportanlage intensiv. Zudem werden die Plätze für die Jugendspielgemeinschaft mit TuS Graf Kobbo Tecklenburg wechselweise genutzt. Insbesondere die A2 stehen regelmäßig auf dem Habichtswald-Rasenplatz. Aber auch alle anderen Jugendmannschaften bis zur G herunter nutzen bis zum Herbst hin immer mal wieder den Rasenplatz des Habichtswaldstadions. Im Herbst und Winter sieht dies anders aus, da das Training für die Jugend auf dem Leedener Ascheplatz vereinsintern ausgeschlossen wurde.

Quelle: WN / Jörg Wahlbrink