Stimmungsvolle Adventsmeditation mit Musica Nova

„Ich halt‘ die Luft an, bis alles wieder stimmt. Die Wolken sich verziehen, `ne gute Zeit beginnt.“ – Diese Liedzeilen in einem Titel von Ina Müller intonierte am Sonntag der Chor Musica Nova bei der rund einstündigen adventlichen Meditation, standen sie doch repräsentativ für de Leitgedanken „Die gute Zeit naht, eine Zeit der Besinnung und des Innehaltens“. Etliche Zuhörer nutzten am Abend des zweiten Advent die Gelegenheit zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest in der evangelischen Stiftskirche Leeden. 
„Es ist manchmal schwierig Zeit zur inneren Einkehr und Besinnung zu finden“, begrüßte Ulrike Egbert vom Vorstandsteam das Publikum. Eine besinnliche Adventszeit mit Vorfreude sei „nicht einfach“, weshalb sie einlud, mit Musica Nova hoffnungsvoll adventliche Stimmung aufkommen zu lassen.
In der pink und blau beleuchteten Stiftskirche mit ihrer tollen Akustik sangen die 20 Frauen von Musica Nova unter der Leitung von Niclas Brell englisch- und deutschsprachige Lieder. Nach jedem Titel traten einige von ihnen ans Mikrofon um Gedanken oder Geschichten vorzustellen, die zum Nachdenken anregen sollten.
Dem besinnlichen „I believe in you“ und „Closer to heaven“ folgten Textrezitationen zu „Weihnachten – Frieden und Gerechtigkeit Wirklichkeit werden lassen“ sowie zu „Weihnachten – eine Fluchtgeschichte“. Die biblische Geschichte von Maria und Josef sei „von bleibender Aktualität“, wenn Menschen in der Hoffnung auf bessere Umstände „vor Krieg und Zerstörung fliehen“.
Eine Advents-Phantasiereise entführte meditativ die Zuhörer in drei Teilen auf eine Erlebnisroute über einen winterlichen Weihnachtsmarkt in einer alten Burg, wo die Vorstellenden einluden, die Sinne zu schärfen, indem das Publikum in der Stiftskirche etwa den Duft von Glühwein oder den Geschmack von Weihnachtskeksen nachspürte.
Die Lieder wie das gefühlvolle „Zur Ruhe komme ich noch nicht“ mit religiösen Motiven oder „Wir sagen euch an den lieben Advent“, bei dem alle mitsingen durften, boten die Gelegenheit, die vorgetragenen Passagen nachwirken zu lassen. Passend dazu entzündete eine Sängerin zwei Kerzen am Adventskranz im Altarraum.
Paul McCartneys „Wonderful Christmas Time“ interpretierte Musica Nova beschwingt und mit einer gewissen Leichtigkeit, ehe die letzten beiden Chorgesänge „Wäre die Freude nur immer so groß“ und „Tragt in die Welt nun ein Licht“, bei der die Zuhörer mitklatschten beziehungsweise -sangen die zweigeteilte Geschichte „Wenn eine Kerze reden könnte“ aufgriffen mit der Quintessenz: „Kalt in einer Schachtel ist eine Kerze sinnlos.“ Wie wir Menschen solle sie Wärme und Licht geben, „denn dann ist sie nicht vergebens da“.
Ein Klavierstück von Niclas Brell und Dankesworte an den Chor, die Chorsängerinnen und das Publikum durch Ulrike Egbert, Barbara Püning und Ilka Steinigeweg vom Vorstandsteam rundeten die Mediation ab. Musica Nova verabschiedete die Zuhörer mit gebackenen Keks-Kostproben und bat um Spenden für die Kindergärten im Stiftsdorf: Die Leedener Zwerge möchten ein Sinneszelt zum Träumen anschaffen und der Kindergarten Pusteblume einen Ausflug in ein Spielparadies unternehmen.

Quelle: WN / Björn Igelbrink