„Night & Day“ – so lautete am Sonntag, 1. November 2026, das Thema des Konzerts in der voll besetzten Stiftskirche. Und mit den Gegensätzen von Nacht und Tag spielte der Chor Miteinander a capella, mit Piano- oder Bandbegleitung. Die 43 Chormitglieder hatten sich mit Chorleiter Harald Budke in einem Workshop seit Freitag Nachmittag auf ihren Auftritt vorbereitet und präsentierten ein facettenreiches Programm.
„Wir freuen uns sehr über die große Resonanz und es wird bestimmt mega“, begrüßte Budke alleine im Altarraum die Zuhörer in der stimmungsvoll ausgeleuchteten Kirche. Er wünschte dem Publikum einen „zauberhaften Abend“ und bat es gleich um Mitarbeit: Mit einer „reinen Quinte“ bat er die Anwesenden einen Klangkörper zu bilden, der aus einem hohen und tiefen Ton bestandt. Dazu betraten dann die Sängerinnen und Sänger von hinten die Stiftskirche und formierten sich rund um den Altar.
Der erste Programmteil zum Themenbereich „Night“ (englisch für „Nacht“) diente „nur zum Genießen“, schmunzelte Harald Budke. Die Zuhörer mögen „zugewandt gucken und sich entspannen“. Das gelang ihnen besonders gut bei englisch-, latein- und deutschsprachigen Titeln, die zum Träumen, Besinnen und Relaxen einluden. Der Chor trug melodische Lieder vor wie „Evening Rise“, Jochen Riegers „Abendzeit“ oder den bekannten traditionellen englischen Folksong „Scarborough Fair“.
Micha Kedings „You are“ intonierte Miteinander ebenso gekonnt und einfühlsam wir „The Peace of God“ von John Rutter oder Ola Gjeilos „Ecce Novum“, das eine friedlich-meditative Stimmung ausstrahlte. Harald Budke verstand es die Chorgruppen Sopran, Alt, Tenor und Bass harmonisch zu leiten und griff dabei immer wieder auch mal in die Tasten seines Pianos.
Die Konzertband bestand neben Budke aus Hermann Gemke (Saxophon), Jan Stubben (E-Bass), Joachim Fiebig (Gitarre) und Ole Watenphul (Cajon) und trug im zweiten Programmteil zum Themenbereich „Day“ (englisch für „Tag“) mit dem Chor zu einem flotteren und lebendigeren Konzertabschnitt bei. Hier freute sich Miteinander somit auch über Applaus und stimmungsvollere Reaktionen des Publikums.
Das Traditional „Help me Lift him up“ oder „The Truth of Light“, „Rain Down“ und „Friend of God“ – alle in einem Arrangement von Micha Keding – versprühten Licht, Hoffnung und Lebensfreude. Bei dem letzten Beitrag überzeugte Joachim Fiebig als Solist.
Bertold Engels Chorsatz des Lieds „Shine your Light“ entführte in den Gospelbereich und Miteinander ebnete so den Weg zum Abschluss des Konzerts mit dem bekannten „Adiemus“ aus Karl Jenkins „Songs of Sanctuary“. Das Ensemble krönte mit diesem Titel eindrucksvoll die kontrast- und abwechslungsreiche Darbietung in der Stiftskirche.
Der Eintritt zu der Veranstaltung war frei. Doch der eindrucksvoll ganz in schwarz gekleidete Chor bat um die Zuhörer um eine Spende zur Unterstützung der Errichtung eines Frauenhauses in Ibbenbüren durch den Sozialdienst katholischer Frauen.
Quelle: WN / Björn Igelbrink
