Altherren-Club: Vortrag über Repair-Café

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Reparieren statt wegwerfen – das ist der nachhaltige Ansatz des Repair-Cafés aus Hagen am Teutoburger Wald. Zwei Vertreter der Gruppe aus dem Nachbarort, Martin Buck und Franz-Josef Spreckelmeyer, informierten die Altherren des Stiftsdorfes auf der gemütlichen Diele des Stiftshofs. „Zum Wegwerfen viel zu schade“ lautete das Thema des Vortrags der beiden Referenten.

Foto v. l. n. r.: Albrecht Fischer, Altherren, und Franz-Josef Spreckelmeyer und Martin Buck vom Repair-Café

Der Leiter des Altherrenclubs, Albrecht Fischer, begrüßte das Duo und Franz-Josef Spreckelmeyer erläuterte die Ziele und Aktivitäten des Repair-Cafés in Hagen a.T.W. „Altes reparieren und wiederherstellen, um damit Energie und Rohstoffe zu sparen und anderen Menschen eine Freude damit bereiten“, laute die Devise der ehrenamtlich Engagierten.
„Vor zehn Jahren kam die Idee auf, in der Kirschgemeinde ein solches Reparier-Café zu gründen“, berichteten Buck und Spreckelmeyer. Dann könnten Menschen defekte Gegenstände „unter Anleitung und mit Hilfe erfahrener Experten selbstständig reparieren“. Nach langer und intensiver Vorbereitung und Unterstützung der katholischen Kirchengemeinde in Gellenbeck sowie der Gemeinde Hagen a.T.W. wurde es 2018 eröffnet. Zunächst gab es das Angebot im alten Gustav-Görsmann-Haus, jetzt in der Grundschule Gellenbeck. Zurzeit seien etwa „30 Personen in den Bereichen Technik, Kleidung, Fahrrad und Organisation ehrenamtlich aktiv“.
Das Repair-Café verbinde „Menschen mit dem Talent und Elan Gegenstände, Geräte und Kleidungsstücke zu reparieren, mit Menschen, die von ihnen diese Fähigkeiten erlernen möchten“, informierten die Experten, die ergänzten: „Damit stärken wir soziale Bindungen und bringen Besucher miteinander ins Gespräch.“ Generationsübergreifend und unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft sei das Angebot. „Es stehen reparaturfachkundige Personen sowie die notwendigen Werkzeuge für die Bereiche Textil, Holz, Fahrrad und Elektrokleingeräte wie Computer, Tablets und Smartphones bereit“, erfuhren die Altherren.
Das Repair-Café öffnet jeden dritten Samstag im Monat von 11 bis 14.30 Uhr in der Grundschule Gellenbeck, Görsmannstrasse 16, 49170 Hagen a.T.W. Der nächste Termin ist Samstag, der 20. Juni 2026. Angenommen zur Reparatur werden Elektrokleingeräte, Fahrräder (keine E-Bikes), Bekleidung, Textilien oder Spielzeug. Kosten fallen für notwendige Ersatzteile an.
Mit der „Hagener Wunderwerkstatt“ bestehe „mitten im Ortszentrum ein Laden, in dem von der AWIGO – Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück gesammeltes Spielzeug für Kinder vom Repair-Café wiederaufbereitet wird“, so Franz-Josef Spreckelmeyer.
Das Spielzeug werde an Sozialarbeiter ausgegeben, die es an Familien mit geringen Einkommen oder vielen Kindern weitergeben. Ebenso erhalte der Verein von der AWIGO dort gesammelte Elektrokleingeräte, „die – falls möglich – wieder aufbereitet und repariert werden“. Diese könnten in der Wunderwerkstatt wie auch im Internet angesehen und gegen eine Spende erworben werden. Martin Buck ergänzte, „dass auch eine Unterstützung bei der Digitaltechnik angeboten wird“. Dazu gehörten „Privatsphäre, Datensicherheit, Weiterverwendung älterer Computer, Beseitigung von Funktionsstörungen und die Unterstützung bei alltäglichen Problemen mit PCs, Tablets und Handys“.
Über Spenden freuen sich die freiwilligen Helfer. Diese werden zum Teil für die Ausrüstung der Werkstatt und die Kosten des Vereins verwendet. Der andere Teil geht an gemeinnützige Institutionen der Umgebung wie Jugendtreffs, die Rumänienhilfe oder Tafeln. Weitere Informationen auch unter https://repaircafehagenatw.de.

Nächstes Treffen des Altherren-Clubs
Beim nächsten Mal treffen sich die Altherren am Freitag, 3.7.2026, zum Jahresausflug um 8.15 Uhr am Feuerwehrhaus. Mit dem Bus geht es nach Paderborn. Geplant ist eine Stadtführung, ein gemeinsames Mittagessen, der Besuch des Heinz-Nixdorf-Computer-Museums und ein Kaffeetrinken in einem Bauernhof-Café.

Quelle: WN / Björn Igelbrink