Altherrenclub auf den Spuren der Geschichte Tecklenburgs

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Auf die “Spuren der Geschichte Tecklenburgs” begab sich am Freitag der Altherren-Club im Stiftshof. Frank Bosse vom Geschichts- und Heimatverein Tecklenburg beleuchtete einige historische Facetten der Burgstadt.
Frank Bosse, Presbyter der evangelischen Kirchengemeinde Tecklenburg und lange Jahre Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins Tecklenburg, erwies sich als ein äußerst fachkundiger Referent zu diesem Thema. Anhand einer Bildschirmpräsentation, die mit vielen neuen Fotos, aber auch historischen Aufnahmen gespickt war, führte er unterhaltsam und fachkundig durch das Thema.
Zuerst beleuchtete er die Anfänge von Tecklenburg, der Burg und der sich daran entwickelnden Ansiedlung im frühen Mittelalter. “Aufgrund von Grabungen, aber auch von Baumaßnahmen kann das Aussehen der damaligen Burg heute zum großen Teil nachvollzogen werden”, so der Experte, der eine Einschränkung ansprach: “Geheimnisvoll bleiben jedoch die vielen unterirdischen Gänge und Keller, deren Zugänge heute verschüttet sind.“
Mit Beginn der Reformationszeit kam es laut Frank Bosse „durch Gräfin Anna zu großen Veränderungen auf der Burg und im Ort“. Hierzu zählten der Umbau der Burg Tecklenburg zu einem Schloss, der Neubau der Stadt am Fuß des Schlosses und die Umnutzung der Schlosskirche zur Stadtkirche. Frank Bosse dokumentierte den Altherren „wie auch heute Bauspuren von damals die Entwicklung des Ortes zeigen“.
Er stellte die Entwicklung von Tecklenburg zu einer Handwerkerstadt am Fuße des Schlosses sowie den Niedergang Tecklenburgs nach dem Übergang an Preußen 1707 dar. Weitere Themen des Vortrages waren Veränderungen in der Preußenzeit, der Bau der Legge, der große Stadtbrand von 1904 oder der Abbruch des Meesenhofes in den 70er Jahren, „um Platz zu schaffen für das Kreisheimathaus, heute Kulturhaus“.
Mit dem Vortrag zeigte Frank Bossen den Altherren alte, historische Aufnahmen, aber auch aktuelle Bilder der Stadt, „um die Veränderungen sichtbar zu machen“. Kurze Präsentationen der geschichtlichen Abläufe ergänzten die Aussagen. Am Ende seines interessanten und spannenden Vortrages, wofür Abi Fischer als Sprecher der Altherren dem Referenten dankte, empfahl Frank Bosse „mit aufmerksamen Augen durch diese alte Stadt zu gehen“.

Das nächste Treffen des Altherren-Clubs findet am Freitag, 8. Mai 2026 um 15 Uhr im Stiftshof Leeden statt. Robert Laufer vom Kreisimkerverein Tecklenburger Land wird über „Das Bienenvolk im Jahreslauf“ berichten.

Das Bild zeigt den Altherrensprecher Abi Fischer links mit dem Referenten Frank Bosse rechts.

Quelle: WN / Björn Igelbrink